Anna-Maria Schirmer

Menschen zeichnen

ZEICHNEN& MALEN Schritt für Schritt

Mit einer Übungsreihe zur Darstellung menschlicher Körper wird die Serie der Werkstatthefte fortgesetzt. Diese Hefte sind zur eigenständigen Bearbeitung der Schülerinnen und Schüler gedacht: als Lehrgang zu einem klar umrissenen Gestaltungsfeld. Mit diesem Übungsformat kann eine Basis für freiere Gestaltungsaufgaben gelegt werden.

Im Kunstunterricht wechseln sich offene und geschlossene Unterrichtsformen ab, um den Erwerb bildnerischer Techniken wie auch die Ausprägung eigener Ideen und individueller Bildsprachen zu ermöglichen.
Das Werkstattheft zielt auf die Vermittlung von Grundlagenfähigkeiten und nicht auf freien, künstlerischen Ausdruck. Zur Ausbildung individueller bildnerischer Standpunkte bedarf es anderer didaktischer Rahmungen. Das Heft kann einen eng geführten Lehrgangsunterricht ein Stück weit ersetzen, damit Unterrichtszeit für anspruchsvollere, offenere Aufgabenstellungen frei wird.
Zum Thema dieser Ausgabe: Menschen zeichen.
Beim Zeichnen von Menschen sind die Schülerinnen und Schüler oft unsicher und die Frustrationstoleranz ist gering. Der Wunsch nach detailreicher, wirklichkeitsnaher Darstellung ist meist groß und das Verständnis für die Qualität freierer Skizzen eher gering ausgeprägt. Daher klaffen Anspruchsniveau und Darstellungsvermögen oft auseinander.
Für Lehrerinnen und Lehrer kommt erschwerend hinzu, dass gerade bei diesem Thema die Fähigkeiten und Fertigkeiten der Lernenden stark differieren.
Das Werkstattheft ist so angelegt, dass es auf unterschiedlichen Niveaustufen in individuellem Tempo bearbeitet werden kann. Durch einen stufenweisen Aufbau der Übungen können Schülerinnen und Schüler selbstständig mit dem Heft arbeiten.
Von der Anwendung eines einfachen Proportionsschemas geht es zur schematischen Darstellung von Körpern in Bewegung. Im nächsten Schritt werden die „fleischlosen Strichfiguren mit Volumen und Plastizität versehen.
Gerade für Schülerinnen und Schüler, die mit der Darstellung menschlicher Körper Schwierigkeiten haben, hat sich dieser konstruierende Ansatz als geeignet erwiesen, denn das reduzierte Körperschema ist leicht zu zeichnen, kann von jedem auf Stimmigkeit kontrolliert werden und ermöglicht damit rasche Erfolge. Ist die Erfassung der Figur auf diesem Weg geübt, ermöglichen die folgenden Aufgaben dann eine Herangehensweise, welche die Figur eher über die Flächen und Umrisslinien auffasst.
Die Übungen durch Gestaltungsaufgaben erweitern
Die vielen Inhaltsbereiche, die anhand der Körperdarstellung thematisiert werden können, werden im Rahmen dieses Lehrgangs nicht berücksichtigt. Sie sollten in kunstpädagogisch begleiteten Unterrichtseinheiten Raum bekommen. Der Körper spielt bei vielen narrativen Themen eine Rolle, er kann zum Ausdrucksträger werden, wenn es um Emotionen und psychische Befindlichkeit geht und ist zentrales Motiv für Identitätsthemen. Aus diesen Feldern können auch gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern Aufgabenstellungen entwickelt werden.
Das Werkstattheft ist nicht speziell für eine Jahrgangsstufe konzipiert. Da es sich um ein Übungsmedium handelt, wird das Werkstattheft im Idealfall nicht direkt, sondern mittels einer Transferaufgabe benotet. Eine Hilfe zur Formulierung eines Feedbacks an die Schülerinnen und Schüler sowie eine Muster-Transferaufgabe finden sich im Downloadbereich.
Werkstatthefte!
Werkstatthefte!
Die Werkstatthefte können nachbestellt werden unter der Bestellnummer: 1831801
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